5. September 2011

Fotoschule - Teil 1

 Angesteckt durch meinen Großvater (gelernter Fotograf - hielt zu DDR-Zeiten Vorträge mit 3D-Bildern für die Urania) habe ich schon früh das Fotografieren für mich entdeckt. Mit 10 bekam ich meine erste Kamera (beirette 400) und ein Buch über Fotografie. Damals musste an der Kamera alles eingestellt werden (Blende etc.). Als Fausregel galt "Die Sonne lacht - Blende 8."; An der Kamera waren aber auch vereinfachte Symbole (Sonne, wolkig, bewölkt, Regen).
Später nervte mich diese Einstellerei - vor allem bei Schnappschüssen. Also kaufte ich mir meine erste Kamera mit Autofocus und automatischer Einstellung. Lange Jahre genügte das mir.
Im Herbst 2008 übernahmen wir von meinem Bruder eine digitale Spiegelrefelx (Sony alpha). Plötzlich kann (!) ich wieder viel einstellen - sogar noch mehr als bei meiner ersten Kamera. Das überforderte mich erst einmal.
Bei Jana lese ich schon eine ganze Weile mit. Gefunden habe ich sie, als ich nach Blogschreibern in Sachsen suchte. Ihre Artikel über ihren Sohn und ihre Bilder haben mich gefesselt. Nachdem ich schon an ihrem Projekten "zwölf2010" und "zwölf2011" teilgenommen habe, habe ich mich jetzt getraut Fotos bei ihrem Janasworld Fotowettbewerb 2011: foto-dekathlon einzureichen. Ich bin mal gespannt, wie weit ich komme. Bis zum 25.09.2011 habt Ihr auch noch Gelegenheit Euch anzumelden.

In diesem Zusammenhang, hatte ich Jana um einen Buchtipp  in Sachen digitale Fotografie gebeten (in deutsch - mein Englisch ist nicht gerade berauschend). Leider hatte sie keinen parat. Aber sie hat mir und allen ihren Lesern ein anders großartiges Angebot gemacht: eine Fotoschule. Im ersten Teil behandelt sie die Blende - in einer, wie ich finde, leicht verständlichen Art. Viele Dinge tröpfelten beim Lesen auch wieder aus meinen Gehirnwindungen.
Dazu gab es eine Hausaufgabe. Wir sollten ein Bilder einer Tasse etc. und ein Landschaftsbild mit verschieden Blenden aufnehmen. Zu diesem Zweck nutzte ich das von meinem Opa "geerbte" Objektiv mit 50er-Brennweite.
Hier seht ihr mein Bild für die erste Aufgabe. Begonnen habe ich mit der kleinsten Blende (22). Die größte Blende ist 1,4.




















 




















Leider erkennt man in dieser Collage nicht viel. Deshalb gibt es die kleinste und die größte Brennweite noch einmal direkt nebeneinander.
















Das gleiche Spiel noch einmal mit meinem "Landschaftsfoto". Hier beginnt die Reihe mit der größten Blende und endet mit der kleinsten.





















































Ich denke, es ist deutlich zu erkennen - und dass war wohl der Sinn dieser Aufgabe von Jana -, dass die Blende die Tiefenschärfe (also den Bereich des Bildes, der scharf dargestellt wird) verändert. Große Blende = geringe Tiefenschärfe, kleine Blende = große Tiefenschärfe.
Daraus folgt: große Blende für "Portrait"-Aufnahmen und kleine Blende für Landschaften
Durch die automatische Wahl der Belichtungszeit durch die Kamera,  werden die Bilder unterschiedlich hell. Für ein optimales Bild müssen also Blende und Belichtungszeit harmonieren.
Daneben habe ich noch gelernt, dass unterschiedliche Objektive unterschiedliche Blenden zulassen. Das 50er Objektiv ließ mich eine Blende zwischen 1,4 und 22 wählen. Unser "Standardobjektiv" für diese Kamera bekam der Förster zum 40. Geburtstag (Sony 16-105). Es lässt nur eine Blende zwischen 3,5 bzw. 5,6 (abhängig von der eingestellten Brennweite) und 22 zu.


Sehr hilfreich bei diesen Fotoreihen war das Stativ. Und mir wird wieder einmal klar: Gute Fotos sind entweder Zufallstreffer oder erfordern einiges an Geduld.


Vielen Dank, liebe Jana, für diese erste Lektion! Ich kann jetzt schon ein wenig verstehen, warum Du so gerne mit Deinem 50er-Objektiv fotografierst, und bin auf die weiteren Teile und Deine Kommentare gespannt.

Kommentare:

Julia hat gesagt…

Hallöchen :-)
Ich wollte mal hier vorbei kommen und mir deine Lösung von Janas Hausaufgabe ansehen! Sieht klasse aus und man kann sehr gut erkennen was Jana uns da vorher erklärt hat.
Mein erster Teil der Hausaufgabe ist auch gerade online gegangen :-)
Liebe Grüße,
Julia

wortman hat gesagt…

Eine schöne Idee mit dieser "Fotoschule".

Ich glaube, wir haben alle mal mit diesen Kameras angefangen, wo man alles einstellen musste ;) Schnappschüsse waren da eigentlich kaum zu machen. Deswegen bin ich später auch auf die vollautomatischen Dinger umgestiegen.

Jana hat gesagt…

Klasse, das du die Hausaufgaben so durch gezogen hast. Deine Ergebnisse haben mich aber dazu gebracht, meine Fotoschule umzuwerfen und anders weiter zu arbeiten. darf ich mir deine Ergebnisse nehmen, um daran weiter zu arbeiten? VG Jana

Sigrid hat gesagt…

@ Jana: selbstverständlich darfst Du die Bilder verwenden.

@ all: Kann mir mal jemand erklären, warum blogger so riesige Absätze macht. Ich nutze extra die Vorschau, da im dashbord der Post noch einmal anders aussieht.