Bevor es morgen den nächsten Teil von
Janas Fotoschule geben wird, muss ich heute noch die Hausaufgabe von letzter Woche veröffentlichen. Im ersten Teil sollten wir den Herbst einfangen und dabei mit Blende und Schärfe spielen. Ich habe mich auf unseren uralten Apfelbaum im Garten (Albrechtsapfel - sehr lecker - nicht wahr
Frau bauchundnase?) gestürzt. So wunderbare Obstbaumalleen, wie bei Jana, gibt es hier leider nicht in der Nähe.
Insgesamt habe ich ca. 70 Fotos geschossen. 5 bis 10 davon wollte Jana sehen. Ich konnte mich nur leider bei einigen Bildern nicht entscheiden, so dass es ein paar mehr werden.
Sie wurden alle wieder mit der Sony alpha und dem 50er Objektiv bei einem festen ISO-Wert von 200 fotografiert.
Zu Beginn habe ich versucht den Baum als ganzes aufs Bild zu bannen. Mit dem Ergebnis bin ich gar nicht zu frieden. Dieses Bild ist noch das beste, das dabei entstanden ist.
F/22 - 1/30
Die wunderschönen roten Äpfel verschwinden bei allen Einstellungen einfach in dem vielen Grün. Der Baum steht leider nich so separat, dass ich ihn gegen den blauen Himmel fotografieren könnte. Gibt es dabei evtl noch einen Trick oder hilft hier nur Nachbearbeitung?
F/5,6 - 1/320
Etwas näher dran sieht das schon besser aus.
F/22 - 1/30
F/8 - 1/60
F/5,6 - 1/1000
F/2,8 - 1/3200
F/2,8 - 1/4000
F/2,8 - 1/4000
F/2,8 - 1/320
F/8 - 1/160
F/5,6 - 1/1000
Hier hätte ich eigentlich den Apfel gerne nur im Schattenriss gehabt, aber dafür war das Streulich wohl dann doch schon zu hell.
F/5,6 - 1/800
F/5,6 - 1/1000
Eigentlich sollte man hier die Tautropfen auf dem großen Apfel sehen. In dieser Ansicht leider zu verschwommen.
Fazit: Ich lerne, den manuellen Fokus bei "inszenierten/ gestellten/ geplanten" Fotos zu lieben. Er ist ein wunderbares Gestaltungsmittel. Für Schnappschüsse werde ich wohl weiterhin auf den Automatikfokus zurückgreifen. Das 50er Objektiv bietet durch seinen breiten Blendenbereich einen breiten Gestaltungsspielraum, der beim Zoomobjektiv natürlich fehlt.
Im zweiten Teil der Hausaufgabe wollte Jana von uns wissen, warum wir den Herbst mögen, warum wir fotografieren, welche Motivation wir für die Fotoschule haben und was wir erreichen wollen.
Am Herbst mag ich die Farben, den Wind zum Drachensteigen und die typische Fönwetterlage in den Alpen (leider sind sie 400 km zu weit weg).
Bei einem Großvater der ausgebildeter Fotograf ist (3D-Fotografie) und einem Vater der sehr viel fotografiert, entdeckt man schnell die Faszination dieses Mediums. Da ich im Gegensatz zum Förster keinerlei Talent zum Zeichnen habe, ist es außerdem ein tolles Mittel, um kreativ zu sein.
Und dass ist auch meine Motivation für die Fotoschule. Ich habe zusammen mit meiner ersten Kamera (beirette 400 mit 10 Jahren - liegt sogar noch irgendwo auf dem Boden) von meinem Großvater eine kurze Einweisung in die Problematik von Blende, ISO und Belichtungszeit bekommen. An der beirette konnte mann das aber mit ein paar Tricks relativ einfach einstellen. Dann habe ich jahrelang nur mit Automatik-Kameras fotografiert. Seit wir die Sony alpha von meinem Bruder "geerbt" haben, faszinieren mich nun die technischen Möglichkeiten. Diesen Sommer habe ich es endlich geschafft, mich mit der Bedienungsanleitung auseianderzusetzen. Und nun möchte ich lernen, die technischen Möglichkeiten auch zu nutzen.
Was ich auch unbedingt schulen muss, ist der "Künstlerblick". Denn solche Fotos
schießt der Förster mal eben aus der Hüfte, ohne über Einstellungen nachzudenken. Hier war von mir noch Blende 8 eingestellt.
Aber da hilft whrscheinlich nur üben, üben, üben und die Fotos anderer Fotografen angucken (z.B. bei Janas
Foto-Dekathlon).