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21. November 2012

Schwere Entscheidungen

...die ich zum Glück nicht treffen muss.
Wie im letzten Post schon angedeutet, liegt der Stiefvater des Försters zur Zeit nach einer schweren Magen-OP (er musste nach einem Durchbruch nahezu komplett entfernt werden) auf der Intensivstation; ist nicht bei Bewusstsein (künstliches Koma) und wird auch beatmet.
Er hat mit seiner Frau eine Patientenverfügung aufgesetzt, dass er keine lebensverlängernden Maßnahmen möchte. Wir sind uns alle im Klaren, dass es genau die Situation ist, die er nicht gewollt hat. Aber was entscheidet man jetzt? Die Beatmung abstellen, wie einige aus der Familie vorschlagen? Das finde ich und sowohl meine Schwiegermama als auch der Förster grausam.
Meine Schwiegermama ist die letzten Jahre - seit ihr Mann durch eine chronische Darmentzündig ein Pflegefall wurde - durch viele Täler gegangen. In der letzten Zeit ging es G. für seine Verhältnisse gut. Er hatte sich mit dem Leben im Pflegeheim arrangiert und trainierte eifrig das Laufen mit einem Bänckchen. Und nun das!
Ich bin froh, dass ich die Entscheidung über das weitere Vorgehen nicht treffen muss. Aber es zeichnet sich eine Wundheilungsstörung und eine Schädigung der Nieren (Stichwort Dialyse) ab. Es bleibt nur das Abwarten, wie lange der Körper das mitmacht - ohne Dialyse. Er soll schmerzfrei und ruhig gehen dürfen.

19. November 2012

Freud und Leid

...liegt bei uns wieder einmal nah beieinander.
Am Samstagvormittag ein erfolgreicher Flohmarkt im Geburtshaus, am Nachmittag wurde bei wunderbarem Wetter der Garten endlich winterfest gemacht und am Abend stand für mich ein Klassentreffen mit meiner POS-Klasse auf dem Plan. Obwohl sehr kurzfristig geplant waren von 29 Mitschülern 18 gekommen. Ein wunderbarer und lustiger Abend. selbst nach 22 Jahren besteht noch ein wunderbarer Draht zu einander.
Als ich gegen 2.00 Uhr morgens endlich ins Bett kam, war mir leider nur eine halbe Stunde vergönnt, dann stand das kleine Waldkind vor der Schlafzimmertür und hatte sich das Abendbrot noch einmal durch den Kopf gehen lassen. Also einmal Bett abziehen und Kind säubern. An richtigen Schlaf war ab diesem Zeitpunkt nicht nehr zu denken, da das kleine Waldkind immer wieder gewürgt wurde.
Bis zum Sonntagmittag wollte der Magen nichts behalten.
Dann blieb das erste Knäckbrot tatsächlich drin. Nachdem dann zwei Stunden Ruhe war, wagten wir doch den Besuch der "Geheimnisvollen Führung" in der Burg Kriebstein. Eine wunderbare Veranstaltung, die am 08./09.12. wiederholt wird. Die ganze Burg war in Kerzenlicht getaucht. Nur wenige elektrische Lichter brannten. Dazu Führungen in historischen Gewändern und Figuren der Burggeschichte. Den Abschluss bildete ein Schaukampf und Glühwein mit mittelalterlicher Musik.
Ein wirklich gelungener Ausflug. Den Waldkindern imponierte am meisten das Burggespenst.
Nachdem das kleine Waldkind seinen Magen-Darm-Infekt überstanden hatte, konnte es heute auch die Geburtstagsfeier seines besten Kindergartenkumpels besuchen.
Ein Anruf meiner Schwiegermama am Abend traf mich dann vorbereitet unvorbereitet. Der Stiefvater des Försters ist schon länger ein Pflegefall. Seit letzter Woche liegt er nach einer großen Magen-OP auf der Intensivstation. Und seit dem Wochenende ist eigentlich klar, dass nur ein Wunder noch helfen kann. Bescheidene Situation!
Wie "schön" hatten es doch meine Großväter. Sie mussten nicht leiden und es mussten keine Entscheidungen getroffen werden. Im Moment hoffe ich, dass er "endlich" gehen darf.