22. Januar 2012

Vergangenheitsbewältigung

Gestern und heute habe ich bergeweise Unterrichtsunterlagen, Lehrbücher, Aufgabensammlungen etc. aus meiner Münchner Zeit entsorgt. Die letzten vier Jahre vor meinem Umzug nach Sachsen habe ich in der Münchner Stadtverwaltung als hauptamtliche Ausbilderin gearbeitet. Da gehörte es auch dazu unserer Anwärter in Kommunal- und Verwaltungsrecht zu unterrichten.
Die Papiertonne quillt nun über und trotzdem liegen oben im Flur noch drei große Stabel. Ein kleines Päckchen für meine ehemalige Cheffin mit vielleicht noch verwendbaren Unterlagen wurde zwar auch gepackt, aber der große Rest ist höchstwahrscheinlich rechtlich überholt.
Wenn ich bedenke, wie viel Arbeit ich in diese vielen Ordner gesteckt habe, kommt man schon in Versuchung alles aufzuheben. Aber unser Boden platz aus allen Nähten und nach drei Jahren stehe ich einfach nicht mehr genug im Stoff. Es ist auch nicht absehbar, dass ich hier in Sachsen oder in Bayern noch einmal unterrichten werde. Alles hat seine Zeit.

Nun haben unsere vielen Fotoalben, der große Berg an Negativen (diese zu sortieren wir ein weiteres Projekt)  und viele, viele noch nicht eingeklebte Bilder endlich genügen Platz und ich vor allem wieder einen Überblick. Zwei große Kartons sind ebenfalls vom Boden verschwunden.

Kommentare:

theomix hat gesagt…

Solche Abschiede sind wichtig. Mir fallen sie auch nicht immer leicht. Leicht ist es mir jedoch meist hinterher.

[Ines] hat gesagt…

Bei uns sammelt der Herr Sohn das Papier und bessert damit sein Taschengeld auf ;)